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Kostenloses Essen gegen Schulbesuch
12.08.2008 18:01 ( 4935 x gelesen )

Ein Besuch bei der Cusco-Hilfe
Schon des Öfteren ist über die Aktivitäten der GM-Hütter Kinderhilfe Cusco-Peru berichtet worden.
Unsere Volontärin Cornelia Laufer besuchte während einer Südamerika-Reise die Einrichtung in Cusco - und machte sich ein Bild, wie der Mittagstisch für bedürftige Kinder ("comedor") abläuft.

Mittagstisch in Cusco
Fast alle der rund 500 Kinder, die in Cusco den Mittagstisch der Kinderhilfe besuchen, sind Stammgäste und lassen sich täglich ihre Registrierkarte abstempeln.
Foto: Cornelia Laufer, Neue Osnabrücker Zeitung
Etwa 200 bis 500 Kinder kommen täglich in die Calle Ataun direkt hinter dem zentralen Platz, der Plaza de Armas, wo ihnen die "Hermanas Ursulinas" ein warmes Essen zubereiten. In zwei Durchgängen füllen sich die Bankreihen im Innenhof des Waisenhauses "Hogar Transitorio de Niños San José. Einmal um kurz nach 12 Uhr sowie gegen 14 Uhr. " Wir achten darauf, dass die Kinder regelmäßig hier erscheinen", erklärt Hermana Rosa, während eine weitere Schwester die Registrierkarten der Kinder abstempelt.
"Familien sind in Peru meist sehr kinderreich, so dass die Kinder meist dazu verpflichtet sind, ebenfalls Geld für das Essen anzuschaffen", erklärt der Vereinsvorsitzende Heinz Gravenkötter nach der Rückkehr.
Durch den Mittagstisch seien die Kinder von dieser Verpflichtung entbunden, als Gegenleistung werde der Schulbesuch erwartet. Bildung sei in Peru ein großes Problem. Denn während die sechs Jahre auf der Grundschule kostenlos seien, bleibe der Besuch einer weiterführenden Schule Kindern aus wohlhabenden Familien vorbehalten. Gravenkötter spricht von einer "sekundären Analphabetisierung". Viele wüssten nach der Grundschule nicht, was sie mit sich anfangen sollten.
Kontinuität und Disziplin scheinen daher die Erziehungsgrundsätze der Schwestern zu sein. Es herrscht ein strenges, aber doch herzliches Regiment. Ehe gegessen wird, erheben sich die alle Kinder zum gemeinsamen Gebet - ein fester Bestandteil der "comida".
Mittagsrituale sind einzuhalten. Dazu gehört genauso der Abwasch, den die Kinder in großen Platikwannen übernehmen, ehe sie sich wieder über die Plaza de Armas in ganz Cusco zerstreuen - und sich am nächsten Tag einen weiteren Stempel auf ihrer Registrierkarte holen.

Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 01. August 2008


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