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Aus Schmutzwasser wird sauberes Trinkwasser
21.03.2011 15:46 ( 3817 x gelesen )

Wasserrucksack "Paul" versorgt das Andendorf Quiquijana mit Trinkwasser
Unglaublich staunten die Bürgermeister und politisch Verantwortlichen des "Comite de defensa civil" (Komiteé der Zivilverteidigung) aus der Region Quiquijana, einem kleinen Bergdorf in den Anden in der Nähe der alten Inka-Hauptstadt Cusco, über die sprichwörtlich unglaubliche Leistung des Wasserrucksacks "Paul".


 Der erste kritische Test: Das Wasser schmeckt sehr gut!
Nutznießer dieser Filteranlage sind die Kinder des Jugendhauses der Kinderhilfe Cusco-Peru.
Foto: Kinderhilfe Cusco-Peru e.V.
Ein erster, vorsichtiger Schluck des gefilterten Schmutzwassers überzeugte dann aber alle Anwesenden.
Der Vorsitzende der Kinderhilfe Cusco-Peru, Dr. Heinz Gravenkötter, hatte diesen Wasserrucksack von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Hilfestellung des Kinderhilfeswerkes terre des hommes (tdh), beide in Osnabrück ansässig, geschenkt bekommen und ihn im Januar anlässlich seines Projektbesuches mit nach Quiquijana genommen.
In diesem Andendorf hat die Kinderhilfe Cusco-Peru ein Jugendhaus für Kinder aus schwierigsten familiären Verhältnissen errichet, in dem z. Zt. 80 Kinder wohnen und betreut werden.
Der Wasserrucksack Paul ist eine technologische Meisterleistung und Erfindung der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr. Frechen. Gefördert wírd díeses Forschungsprojekt von der DBU.
Der Wasserrucksack funktioniert ganz ohne Strom und Chemie und ist kinderleicht zu bedienen: Man kippt oben einfach ca. 80 l Schmutzwasser hinein, das einen ultrafeinen Membranfilter durchlaufen muss. Fast zeitgleich läuft dann unten aus einem Schlauch das saubere Trinkwasser heraus. Die Kapazität des Wasserrucksacks beträgt täglich 1.200 l, reicht damit also zur Versorgung kleiner Dörfer aus.
Er ist insbesondere für den Einsatz in Katastrophen- und Dürregebiete und auch dort einzusetzen, wo keine übliche Versorgung mit sauberem Trinkwasser möglich oder vorhanden ist.
Dies ist auch in Quiquijana der Fall. Stromausfälle und Wassermangel sind auch dort häufig zu verzeichnen, so dass der Wasserrucksack Paul eine ideale Ergänzung zur vorhandenen Wasserversorgung darstellt.
 Schmutzwasser oben einfüllen ...
Das schmutzige Flusswasser wird einfach in den Wasserrucksack geschüttet ...
Foto: Kinderhilfe Cusco-Peru e.V.
 ... und Trinkwasser unten entnehmen!
... und fast zeitgleich kommt es als sauberes Trinkwasser unten heraus.
Foto: Kinderhilfe Cusco-Peru e.V.
Mit der Beseitigung des Wassermangels und dem jetzt zusätzlichen Angebot von sauberem Trinkwasser dürfte sich die Gesundheitssituation der Kinder im Jugendheim sehr verbessern, die doch sehr häufig aufgrund der sehr schlechten Wasserqualität mit Durchfällen zu kämpfen haben.
Der Wunsch des Bürgermeisters nach weiteren Wasserrucksäcken, diesem "milagro tecnologico" (technischem Wunder), für die Schulen und Kindergärten ist deshalb mehr als verständlich.
Der Preis für den Wasserrucksack beträgt 840 Euro. Paul ist die Abkürzung für Portable Aqua  Unit for Lifesaving.

Artikel aus dem Stadtjournal "blick-punkt vom 17. März 2011


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