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Kleine Häppchen Tucholsky
09.06.2009 20:45 ( 4187 x gelesen )

Zweites Dinner-Theater glänzt mit Fünf-Gänge-Menü und Texten aus dem Werk des Berliner Publizisten

Fischröllchen mit Schinkenspeck und Poreegemüse lautet der zweite Gang. Das klingt gut und wird noch besser, hieße die Alternative Müsli, Salat und halbe Pflaume. Diese Speise erwähnt Kurt Tucholsky in seiner Erzählung "Kreuzworträtsel mit Gewalt". Rund um das Werk des Berliner Publizisten rankten sich die Aufführungen des zweiten Dinner-Theaters. Hierzu hatten die Kinderhilfe Cusco-Peru sowie OSKAR-Junges Theater Stadt und Land Osnabrück eingeladen.


 
Die Schauspieler Christina Dom, Olaf Weißenberg, Steffen Gangloff und Oliver Meskendahl begleiteten die Gäste durch das Programm
Foto: Kinderhilfe Cusco e.V.
Kerzenlicht sorgt im Kasinosaal für eine gemütliche Atmosphäre. Fünf Gänge stehen für die 140 Gäste auf der Speisekarte. Chefkoch Josef Pinter und sein Team haben für die Vorspeise gefüllte Zucchini mit Schafskäse vorbereitet. Nach den erwähnten Fischröllchen geht es weiter mit Putenroulade mit Käsefüllung und Herzoginkartoffeln, Lammbraten auf mediterranem Gemüse und schließlich Blätterteigschnitte mit Erdbeeren und Vanillecreme.

Dazu gibt es von den Schauspielern Christina Dom, Olaf Weißenberg, Steffen Gangloff und Oliver Meskendahl "fünf Platten mit kleinen Häppchen Tucholsky", musikalisch begleitet von Pianist Wladimir Krassmann. So bunt wie die Pseudonyme des Publizisten - Kapar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel - sind auch dessen Werke, dazu spöttisch und scharfzüngig. Lustvoll tragen die Schauspieler Lieder und Texte vor, dazu den Einakter "Amerika". Und manches wirkt hochaktuell, "Deutsche Pleite" etwa oder der Text "Mancher lernt´s nie", der Nachhilfeunterricht in Sachen Geld horten: "Du sollst nicht nur begehren deines Nächsten Bankkonto - du musst Geld inbrünstig lieben", lautet eine zentrale Forderung.

Im vergangenen Jahr hatten das Osnabrücker Theater und die Kinderhilfe die Zusammenarbeit begründet. Mit Unterstützung der Stadt GM-Hütte führten die Partner nun die zweite gemeinsame Veranstaltung durch. Dass die Idee ankomme, zeige sich auch dadurch, dass viele Gäste des vergangenen Jahres sich erneut eingefunden hätten, stellte Dr. Heinz Gravenkötter, Vorsitzender der Peru- Initiative, fest. Die Erlöse des Abends kommen weiteren Projekten zugute. Nun wird ein Gewächshaus in Quiquijana gebaut. Der Anbau kommt dem dortigen Jugendhaus zugute. Darüber hinaus betreibt die Kinderhilfe in Cusco einen Mittagstisch, mit dem mittlerweile 500 Kinder versorgt werden, berichtete Gravenkötter in seiner Begrüßung.

Mit dem Abend wird zudem OSKAR unterstützt. Das Theater gebe fast 200 Vorstellungen im Jahr, sagte Matthias Köhn. Um es auf dem Niveau halten zu können, benötige man breite Unterstützung, unterstreicht der kaufmännische Direktor des Osnabrücker Theaters. "Zahlen ist: Gnade mit einem Fußtritt", heißt es bei Tucholsky. Das gilt sicher nicht für die Gäste des Theater-Dinners.

Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 08. Juni 2009


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